kompass

Irene Wollenberg

Rechtsanwältin

Fachanwältin für Familienrecht

Mediatorin

Kontaktdaten

Rechtsanwältin Irene Wollenberg
Gneisenaustraße 8
40477 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 93 05 80
Fax.: 0211 / 9305899

Können die Eheleute sich nach der Trennung nicht darüber einigen, wer in der gemeinsamen Wohnung bleibt, kann das Familiengericht auf Antrag einem der
Eheleute die eheliche Wohnung zur alleinigen Nutzung zuweisen. Voraussetzung ist allerdings dass der Verbleib des anderen eine unbillige Härte darstellt. Hauptanwendungsfälle sind hier Fälle häuslicher Gewalt.
In allen anderen Fällen, Psychoterror etc. tun die Gerichte sich mit der Wohnungszuweisung schwer.
Ein Wohnungszuweisungsantrag muss beim Familiengericht gestellt werden.
In Fällen akuter häuslicher Gewalt kann die Polizei den gewalttätigen Ehegatten aus der Wohnung entfernen und ein befristetes Rückkehrverbot aussprechen. Diese polizeiliche Maßnahme ersetzt nicht die Entscheidung des Familiengerichts über die Wohnungszuweisung. In diesen Fällen kann eine einstweilige Anordnung beantragt werden.
Der Ehegatte, der aus der im gemeinsamen Eigentum der Eheleute stehenden Immobilie auszieht kann ggfs. von dem verbleibenden Ehegatten eine Nutzungsentschädigung verlangen.
Steht die Wohnung oder das Haus im alleinigen Eigentum eines Ehegatten, ist dies bei der Entscheidung besonders zu berücksichtigen.
Nach der Scheidung kann ein Ehegatte von dem anderen die Überlassung der Ehewohnung verlangen, wenn er auf deren Nutzung in stärkerem Masse angewiesen ist, als der andere Ehegatte.
Auch hier entscheidet auf Antrag das Familiengericht unter Abwägung der Interessen beider Eheleute und ggfs. der Kinder.

Unter Hausrat werden sämtliche zur Führung des Haushalts notwendigen Gegenstände verstanden, also in aller Regel das gesamte Mobiliar, Haushaltsgegenstände etc., sämtliche gemeinsam genutzten Gegenstände, Fernseher, DVD-Player, Musikanlage, Computer, gemeinsam genutzte Musikinstrumente. Auch der PKW  zählt dazu, wenn er als „Familienkutsche“ genutzt wurde, ebenso Wohnwagen und Wohnmobil.

Nach der Trennung kann jeder Ehegatte von dem anderen Ehegatten die Herausgabe der Gegenstände verlangen, die in seinem alleinigen Eigentum stehen, es sei denn der andere benötigt sie zur Führung des Haushalts.

Gemeinsam angeschaffte Haushaltsgegenstände werden geteilt. Maßstab sind Billigkeitsgesichtspunkte.

Können sich die Eheleute nicht einigen, nimmt das Familiengericht auf Antrag die Aufteilung der gemeinschaftlich angeschafften Haushaltsgegenstände vor. vor, wobei es die Haushaltsgegenstände nach seinem Ermessen verteilt. Das Familiengericht kann eine Ausgleichszahlung festlegen.
Ein gerichtliches Verfahren zur Aufteilung der Haushaltsgegenstände ist wenig empfehlenswert, weil es mit erheblichem Aufwand verbunden ist. Zum einen müssen Listen des gesamten Hausrats angefertigt werden. Zum anderen kennt kein Richter die persönlichen Verhältnisse besser, als die Eheleute.
Entzündet sich Streit über die Verteilung der Haushaltsgegenstände, ist in aller Regel zu fregen, ob die Ursache des Streits nicht an anderer Stelle zu suchen ist.,

Die Haushaltsgegenstände, die im Alleineigentum eines Ehegatten stehen, verbleiben diesem, es sei denn die Eheleute treffen einvernehmlich eine andere Regelung.

Der Wertausgleich für diese Haushaltsgegenstände erfolgt im Wege des Zugewinnausgleichs. Das heißt, dass sie je nach Anschaffungsdatum zum Anfangsvermögen eines Ehegatten, dem Vermögen also bei Eheschließung und ggfs.zum Endvermögen gehören.


Können sich Eheleute nicht über die Verteilung der Haushaltsgegenstände einigen, sollten sie auch hier Mediation in Anspruch nehmen.

Aktuelle Beiträge rund um die Themen
Familienrecht, Trennung, Scheidung, Erbrecht, Prozesskostenhilfe, Rechtsberatung und Mediation

In der Folge finden Sie zu den wichtigsten Fragen allgemeine Hinweise. Diese ersetzen in keinem Fall eine individuelle Beratung.

Familienrecht

Familienrecht

Die Vorschriften des Familienrechts im 4. Buch des BGB regeln die rechtlichen Beziehungen, der Familienmitglieder untereinander, zwischen Eheleuten also, zwischen Eltern und Kindern bzw. Großeltern und Enkelkindern, ebenso wie zwischen Adoptiveltern und Adoptivkindern. Hier befinden sich auch die Vorschriften über Vormundschaft und Betreuung.

Sorgerecht

Sorgerecht

Miteinander verheiratete Eltern sind für gemeinsame Kinder Inhaber der gemeinsamen elterlichen Sorge. In aller Regel bleibt es auch nach der Scheidung beim gemeinsamen Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder. Auch geschiedene Eheleute müssen daher wichtige Entscheidungen ihre Kinder betreffend gemeinsam treffen. Will ein Elternteil die alleinige elterliche Sorge haben, muss er einen begründeten Antrag an das Familiengericht stellen. Maßgebliches Kriterium für die Sorgerechtsentscheidung ist nicht der Wunsch des Elternteils, sondern das Kindeswohl.

Erbrecht

Erbrecht

Die Vorschriften des Erbrechts im 5. Buch des BGB regeln die Rechtsbeziehungen zwischen dem Erblasser, also der Person, die vererbt und den Erben sowie die Rechtsbeziehungen der Erben untereinander sowie auch die Beziehungen zwischen Erben und Pflichtteilsberechtigten ferner die Rechte und Pflichten des Testamentsvollstreckers. Auch das Pflichtteilsrecht ist hier geregelt.

Rechtsberatung

Rechtsberatung

Rechtsberatung ist eine der zentralen Aufgaben der Anwaltschaft. Der oder die Rechtssuchende wird anwaltlich darüber beraten, ob sein Anliegen juristisch begründet und gerichtlich durchsetzbar ist.

Ehevertrag

Ehevertrag

Einen Ehevertrag - bei gleichgeschlecht-
lichen Lebensgemeinschaften Lebens-
partnerschaftsvertrag - können Sie jederzeit, vor oder nach der Eheschließung, auch noch nach einer Trennung ab-
schließen. Er muss notariell beurkundet werden. Ehevertraglich ...

Scheidung

Scheidung

Die Scheidung sowie auch die Aufhebung der Lebenspartnerschaft wird durch das Familiengericht ausgesprochen. Das gerichtliche Scheidungsverfahren bzw. das Verfahren zur Aufhebung einer Lebenspartnerschaft beginnt mit einem Antrag, den ein Anwalt für den Scheidungswilligen beim Familiengericht einreicht. In Düsseldorf ist das Familiengericht Düsseldorf zuständig. Trotz Scheidung bleibt es ...

Unterhalt

Unterhalt

Verwandte in gerader Linie und Eheleute sowie auch Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft sind einander zum Unterhalt verpflichtet. Eltern sind ihren Kindern zum Unterhalt verpflichtet. Dieser wird als sogenannter Naturalunterhalt durch Pflege und Erziehung der Kinder durch den Elternteil erbracht, ...

Trennung

Trennung

Trennung ist die der Scheidung notwendigerweise vorangehende Beendigung der ehelichen oder nichtehelichen Lebensgemeinschaft oder Lebenspartnerschaft. Man tritt nach außen nicht mehr als Paar auf und versorgt sich gegenseitig nicht mehr. Die räumliche Trennung ist dann der nächste Schritt. Eine Trennung kann auch ...