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Irene Wollenberg

Rechtsanwältin

Fachanwältin für Familienrecht

Mediatorin

Kontaktdaten

Rechtsanwältin Irene Wollenberg
Gneisenaustraße 8
40477 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 93 05 80
Fax.: 0211 / 9305899

Leben die Eheleute im gesetzlichen Güterstand wird mit der Scheidung der Zugewinnausgleich durchgeführt. Hierzu sind Feststellungen zum Anfangsvermögen und zum Endvermögen zu treffen.
Anfangsvermögen ist das Vermögen, das jeder der Eheleute bei Eheschließung hatte. Zum Anfangsvermögen zählen auch Schulden, die ein Ehegatte bei Eheschliessung hatte. Es gibt ein sogenanntes negatives Anfangsvermögen. Hatte ein Ehegatte beispielsweise bei Eheschließung kein Anfangsvermögen, dafür aber Schulden, häufig BaFöG Schulden, und werden diese während der Ehe getilgt, zählt die Tilgung zum Zugewinn.

Zum Anfangsvermögen des Ehegatten hinzugerechnet werden Vermögenswerte, die er als Schenkung oder Ausstattung erhalten hat sowie Erbschaften auch wenn die Zuwendung oder die Erbschaft nach Eheschließung erfolgt sind.
Endvermögen ist das Vermögen, das jeder Ehegatte am Stichtag, dem Tag der Zustellung des Scheidungsantrags hat.
Zugewinn ist die Differenz zwischen Endvermögen- und Anfangsvermögen.
Die Eheleute sind einander zur Auskunft über ihr Anfangs- und Endvermögen verpflichtet sowie auch über ihr Vermögen zum Zeitpunkt der Trennung.
Die Auskunft ist durch eine geordnete Zusammenstellung der Vermögenswerte, geordnet nach Aktiva und Passiva zu erteilen.
Bei Sachwerten sind die wertbildenden Faktoren mitzuteilen, z.B. beim Kfz Art, Marke, Alter Kilometerstand, Anschaffungspreis.
Negativen Zugewinn gibt es nicht, wohl aber wie oben ausgeführt, negatives Anfangsvermögen. Hat also ein Ehegatte bei Eheschließung lediglich Schulden in Höhe von 10.000,00 € und sonst kein Vermögen, und ein Endvermögen von 10.000,00 € und keine Schulden, beträgt sein Zugewinn 20.000,00 €.
Die Auskunftspflicht über das Vermögen zum Zeitpunkt der Trennung soll der sogenannten illoyalen Vermögensverschiebung Vorschub leisten, die früher häufig zwischen Trennung und Scheidung anzutreffen war, ohne dass sie nachgewiesen werden konnte.
Es empfiehlt sich also den Zeitpunkt der Trennung und den Vermögensstand zu diesem Zeitpunkt festzuhalten.
Im Ergebnis wird der Zugewinn beider Eheleute festgestellt, die Differenz wird so ausgeglichen, dass der Zugewinn auf beiden Seiten gleich ist.
Ein Rechenbeispiel:
Der Ehemann hatte ein Anfangsvermögen von minus10.000,00 € und ein Endvermögen von 40.000,00 €. Sein Zugewinn beträgt 50.000,00 €.
Die Ehefrau hatte kein Anfangsvermögen. Ihr Endvermögen beträgt 20.000,00 €. Ihr Zugewinn ist 20.000,00 €. Der Zugewinn des Mannes ist um 30.000,00 € höher als der der Frau. Der Zugewinnausgleich wird dadurch durchgeführt, dass der Ehemann 15.000,00 € an die Ehefrau zahlt, so dass der Zugewinn auf beiden Seiten gleich hoch ist, nämlich 35.000,00 €.

Zugewinnausgleichsansprüche verjähren in drei Jahren, gerechnet von der Rechtskraft der Scheidung, respektive von dem Zeitpunkt an, zu dem ein Ehegatte Kenntnis über den Ausgleichsanspruch erlangt hat. Die Verjährung beginnt stets am Ende des Kalenderjahres. Wird eine Scheidung beispielsweise im April 2015 rechtskräftig, weiß der geschiedene Thegatte um seinen Zugewinnausgleichsanspruch und unternimmt nichts, ist dieser am 31.12.2018 verjährt.

Die gerichtliche Geltendmachung hemmt die Verjährung, ebenso wie auch Verhandlungen über den Ausgleichsanspruch...

Aktuelle Beiträge rund um die Themen
Familienrecht, Trennung, Scheidung, Erbrecht, Prozesskostenhilfe, Rechtsberatung und Mediation

In der Folge finden Sie zu den wichtigsten Fragen allgemeine Hinweise. Diese ersetzen in keinem Fall eine individuelle Beratung.

Familienrecht

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Die Vorschriften des Familienrechts im 4. Buch des BGB regeln die rechtlichen Beziehungen, der Familienmitglieder untereinander, zwischen Eheleuten also, zwischen Eltern und Kindern bzw. Großeltern und Enkelkindern, ebenso wie zwischen Adoptiveltern und Adoptivkindern. Hier befinden sich auch die Vorschriften über Vormundschaft und Betreuung.

Sorgerecht

Sorgerecht

Miteinander verheiratete Eltern sind für gemeinsame Kinder Inhaber der gemeinsamen elterlichen Sorge. In aller Regel bleibt es auch nach der Scheidung beim gemeinsamen Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder. Auch geschiedene Eheleute müssen daher wichtige Entscheidungen ihre Kinder betreffend gemeinsam treffen. Will ein Elternteil die alleinige elterliche Sorge haben, muss er einen begründeten Antrag an das Familiengericht stellen. Maßgebliches Kriterium für die Sorgerechtsentscheidung ist nicht der Wunsch des Elternteils, sondern das Kindeswohl.

Erbrecht

Erbrecht

Die Vorschriften des Erbrechts im 5. Buch des BGB regeln die Rechtsbeziehungen zwischen dem Erblasser, also der Person, die vererbt und den Erben sowie die Rechtsbeziehungen der Erben untereinander sowie auch die Beziehungen zwischen Erben und Pflichtteilsberechtigten ferner die Rechte und Pflichten des Testamentsvollstreckers. Auch das Pflichtteilsrecht ist hier geregelt.

Rechtsberatung

Rechtsberatung

Rechtsberatung ist eine der zentralen Aufgaben der Anwaltschaft. Der oder die Rechtssuchende wird anwaltlich darüber beraten, ob sein Anliegen juristisch begründet und gerichtlich durchsetzbar ist.

Ehevertrag

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Einen Ehevertrag - bei gleichgeschlecht-
lichen Lebensgemeinschaften Lebens-
partnerschaftsvertrag - können Sie jederzeit, vor oder nach der Eheschließung, auch noch nach einer Trennung ab-
schließen. Er muss notariell beurkundet werden. Ehevertraglich ...

Scheidung

Scheidung

Die Scheidung sowie auch die Aufhebung der Lebenspartnerschaft wird durch das Familiengericht ausgesprochen. Das gerichtliche Scheidungsverfahren bzw. das Verfahren zur Aufhebung einer Lebenspartnerschaft beginnt mit einem Antrag, den ein Anwalt für den Scheidungswilligen beim Familiengericht einreicht. In Düsseldorf ist das Familiengericht Düsseldorf zuständig. Trotz Scheidung bleibt es ...

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Verwandte in gerader Linie und Eheleute sowie auch Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft sind einander zum Unterhalt verpflichtet. Eltern sind ihren Kindern zum Unterhalt verpflichtet. Dieser wird als sogenannter Naturalunterhalt durch Pflege und Erziehung der Kinder durch den Elternteil erbracht, ...

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Trennung ist die der Scheidung notwendigerweise vorangehende Beendigung der ehelichen oder nichtehelichen Lebensgemeinschaft oder Lebenspartnerschaft. Man tritt nach außen nicht mehr als Paar auf und versorgt sich gegenseitig nicht mehr. Die räumliche Trennung ist dann der nächste Schritt. Eine Trennung kann auch ...