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Irene Wollenberg

Rechtsanwältin

Fachanwältin für Familienrecht

Mediatorin

Kontaktdaten

Rechtsanwältin Irene Wollenberg
Gneisenaustraße 8
40477 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 93 05 80
Fax.: 0211 / 9305899

<p>Nach der Scheidung gilt der Grundsatz, dass jeder Ehegatte für seinen Unterhalt selbst verantwortlich ist (Grundsatz der Eigenverantwortung). Ausnahmen gelten für die Fälle der Unterhaltsbedürftigkeit wegen der Betreuung gemeinsamer Kinder, wegen Alters, wegen Krankheit, wegen Ausbildung, wegen unverschuldeter Arbeitslosigkeit.</p>
<p class="Titel2">Im Einzelnen:</p>
<p class="Titel3">Unterhalt wegen Kinderbetreuung:</p>
<p>Bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des jüngsten Kindes braucht der Ehegatte, der die Kinder betreut einer Erwerbstätigkeit nicht nachzugehen. Nach Vollendung des dritten Lebensjahres ist er gehalten, vorhandene, d.h. erreichbare öffentliche Betreuungsmöglichkeiten (Kita) in Anspruch zu nehmen, um selbst wieder einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn eine Kita nicht in erreichbarer Nähe ist, es keinen freien Platz gibt, oder wenn andere Gründe dagegen sprechen, das Kind in einer Kita betreuen zu lassen. Auch muss nicht sofort eine Vollzeitstelle angenommen werden. Eine Teilzeitbeschäftigung reicht aus. Im Grundsatz gilt, dass die Erwerbstätigkeit und der Betreuungsaufwand für das Kind oder die Kinder den Umfang einer Vollzeitbeschäftigung nicht überschreiten sollen. &nbsp;Mit steigendem Alter des Kindes weitet sich die Verpflichtung zur Erwerbstätigkeit aus. Auch hier ist eine sorgfältige Prüfung der individuellen Lebensumstände unerlässlich.</p>
<p class="Titel3">Unterhalt wegen Alters</p>
<p>Rentner sind nicht verpflichtet einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Sie können Unterhalt verlangen, wenn der geschiedene Ehegatte leistungsfähig ist und die eigene Rente für den angemessenen Unterhalt nicht ausreicht.</p>
<p class="Titel3">Unterhalt wegen Krankheit</p>
<p>Wer krankheitsbedingt nicht arbeiten kann, kann bei Bedürftigkeit Unterhalt verlangen, wenn die Krankheit die ehelichen Lebensverhältnisse geprägt hat, d.h. nicht erst nach Rechtskraft der Scheidung oder nach der Vollendung des dritten Lebensjahres des jüngsten Kindes aufgetreten ist.<br />Voraussetzung ist auch hier die Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen.</p>
<p class="Titel3">Unterhalt wegen Ausbildung</p>
<p>Wer sich in einer Ausbildung befindet und deswegen nicht arbeiten kann, kann Unterhalt verlangen, wenn die Ausbildung die ehelichen Lebensverhältnisse geprägt hat, d.h. zumindest während des Zusammenlebens begonnen hat. Auch hier sind Bedürftigkeit auf der einen Seite und Leistungsfähigkeit auf der anderen Seite Voraussetzung.</p>
<p class="Titel3">Unterhalt wegen Arbeitslosigkeit</p>
<p>Wer unverschuldet arbeitslos ist, kann bei Bedürftigkeit einerseits und Leistungsfähigkeit andererseits Unterhalt verlangen. Voraussetzung sind allerdings intensive Erwerbsbemühungen, die zu dokumentieren sind. Allein die Meldung bei der Agentur für Arbeit reicht nicht aus.</p>
<p class="Titel3">Begrenzung und Befristung des Unterhaltsanspruchs</p>
<p>Nachehelicher Unterhalt kann der Höhe nach begrenzt und zeitlich befristet werden. Begrenzung der Höhe nach bedeutet, dass der Unterhalt auf das Maß herabgesetzt werden kann, das dem angemessenen Lebensbedarf des den Unterhalt begehrenden Ehegatten entspricht. Dies bedeutet dass die Teilhabe an den ehelichen Lebensverhältnissen begrenzt ist. Zeitliche Befristung bedeutet, dass der Unterhalt nur für eine gewisse Zeit nach der Scheidung zu zahlen ist. Zu berücksichtigen sind aber immer die Umstände des Einzelfalles, die Belange der Kinder, die Dauer der Ehe, etc.</p>

Aktuelle Beiträge rund um die Themen
Familienrecht, Trennung, Scheidung, Erbrecht, Prozesskostenhilfe, Rechtsberatung und Mediation

In der Folge finden Sie zu den wichtigsten Fragen allgemeine Hinweise. Diese ersetzen in keinem Fall eine individuelle Beratung.

Familienrecht

Familienrecht

Die Vorschriften des Familienrechts im 4. Buch des BGB regeln die rechtlichen Beziehungen, der Familienmitglieder untereinander, zwischen Eheleuten also, zwischen Eltern und Kindern bzw. Großeltern und Enkelkindern, ebenso wie zwischen Adoptiveltern und Adoptivkindern. Hier befinden sich auch die Vorschriften über Vormundschaft und Betreuung.

Sorgerecht

Sorgerecht

Miteinander verheiratete Eltern sind für gemeinsame Kinder Inhaber der gemeinsamen elterlichen Sorge. In aller Regel bleibt es auch nach der Scheidung beim gemeinsamen Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder. Auch geschiedene Eheleute müssen daher wichtige Entscheidungen ihre Kinder betreffend gemeinsam treffen. Will ein Elternteil die alleinige elterliche Sorge haben, muss er einen begründeten Antrag an das Familiengericht stellen. Maßgebliches Kriterium für die Sorgerechtsentscheidung ist nicht der Wunsch des Elternteils, sondern das Kindeswohl.

Erbrecht

Erbrecht

Die Vorschriften des Erbrechts im 5. Buch des BGB regeln die Rechtsbeziehungen zwischen dem Erblasser, also der Person, die vererbt und den Erben sowie die Rechtsbeziehungen der Erben untereinander sowie auch die Beziehungen zwischen Erben und Pflichtteilsberechtigten ferner die Rechte und Pflichten des Testamentsvollstreckers. Auch das Pflichtteilsrecht ist hier geregelt.

Rechtsberatung

Rechtsberatung

Rechtsberatung ist eine der zentralen Aufgaben der Anwaltschaft. Der oder die Rechtssuchende wird anwaltlich darüber beraten, ob sein Anliegen juristisch begründet und gerichtlich durchsetzbar ist.

Ehevertrag

Ehevertrag

Einen Ehevertrag - bei gleichgeschlecht-
lichen Lebensgemeinschaften Lebens-
partnerschaftsvertrag - können Sie jederzeit, vor oder nach der Eheschließung, auch noch nach einer Trennung ab-
schließen. Er muss notariell beurkundet werden. Ehevertraglich ...

Scheidung

Scheidung

Die Scheidung sowie auch die Aufhebung der Lebenspartnerschaft wird durch das Familiengericht ausgesprochen. Das gerichtliche Scheidungsverfahren bzw. das Verfahren zur Aufhebung einer Lebenspartnerschaft beginnt mit einem Antrag, den ein Anwalt für den Scheidungswilligen beim Familiengericht einreicht. In Düsseldorf ist das Familiengericht Düsseldorf zuständig. Trotz Scheidung bleibt es ...

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Unterhalt

Verwandte in gerader Linie und Eheleute sowie auch Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft sind einander zum Unterhalt verpflichtet. Eltern sind ihren Kindern zum Unterhalt verpflichtet. Dieser wird als sogenannter Naturalunterhalt durch Pflege und Erziehung der Kinder durch den Elternteil erbracht, ...

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Trennung ist die der Scheidung notwendigerweise vorangehende Beendigung der ehelichen oder nichtehelichen Lebensgemeinschaft oder Lebenspartnerschaft. Man tritt nach außen nicht mehr als Paar auf und versorgt sich gegenseitig nicht mehr. Die räumliche Trennung ist dann der nächste Schritt. Eine Trennung kann auch ...